Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstr. 8, 10117 Berlin

Sprache: Türkisch/Kurdisch/Deutsch mit Simultanübersetzung

Weitere Informationen und Anmeldung

 

Der Anne-Klein-Frauenpreis 2015 der grünnahen Heinrich-Böll-Stiftung geht an die Kurdin Nebahat Akkoc für ihren aktiven Widerstand gegen staatliche und häusliche Gewalt, für die Verteidigung der Menschenrechte und Rechte der Frauen. Der Anne-Klein-Frauenpreis wird zum dritten Mal verliehen. Er ist mit 10.000 Euro dotiert.

 

 

Nebahat Akkoc, armenisch-alevitische Kurdin aus Diyarbakir, Türkei, ist eine bemerkenswerte und mutige Verteidigerin der Menschenrechte und der Rechte der Frauen. Ihr Engagement gründet auf eigener Gewalterfahrung. In ihrer Zeit als Vorsitzende der Lehrergewerkschaft Egitim Sen wurden allein neunzehn Lehrer ermordet, 1993 auch ihr Ehemann. Sie selbst wurde mehrfach festgenommen und gefoltert. Dieser omnipräsenten staatlichen Gewalt stellte sich Nebahat Akkoc entgegen: Als erste Frau aus der Türkei verklagte sie das Land erfolgreich vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte wegen Folter. Doch das war Nebahat Akkoc nicht genug. Sie will die Gewalt dort angehen, wo sie entsteht: In den Familien und in den Köpfen.

 

 

Nebahat Akkoc gründete 1997 die türkisch-kurdische Frauenrechtsorganisation Kamer (KAdin MERkezi, Frauenzentrum). Als Teil eines Netzwerks von Frauenrechtsorganisationen und Frauenzentren türkei- und europaweit bietet Kamer psychologische und rechtliche Beratung für Frauen, Schutzräume und Unterstützung zur wirtschaftlichen Selbstständigkeit.

 

 

Ein Porträt von Nebahat Akkoc, eine Kurzbiografie, die Pressemitteilung und Hintergrundinformationen zu ihrer Arbeit gibt es hier.

 

 

Ablauf der festlichen Preisverleihung: Die Laudatio hält: Sibel Kekilli, Schauspielerin

Musik: Mitglieder der Orchesterakademie bei der Staatskapelle Berlin, Im Anschluss: Empfang und Tanz

 

 

Fachkontakt:Ulrike Cichon, T 030-28534-112, E-Mail cichon@boell.de

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