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Die Befreiende Pädagogik und die Kritische Theorie, zum Teil auch das Systemische Denken hatten uns auf „Blinde Flecken in unserem Bewusstsein aufmerksam gemacht, die von den reaktionären Strukturen wieder verwischt wurden:

Kultur des Schweigens

Kultur des Schweigens ist ein Begriff aus der Pädagogik der Unterdrückten von Paulo Freire, der sich weltweit durchgesetzt hatte, zuletzt auch zu den Konflikten um die Festnahme und Vor-Verurteilung von Julian Assange, der als Whistleblower die selbst dokumentierten Kriegsverbrechen der USA über Chelsea Manning international bekannt gemacht hat.

Kultur des Schweigens könnten wir auch über die Nazi-Beteiligungen in den 50er und folgenden Jahren schreiben, als die Justiz jede Verfolgung der Nazi-Mörder und KZ-Beteiligten als „Beihilfe“ unmöglich machte.

Eine Kultur des Schweigens lag auch Jahrzehnte über Gewalt und Missbrauch in den Internaten, in Kirchen und im Sport, weil die Polizei, Staatsanwaltschaften und Zeitungen jeden Anfangsverdacht zurück wiesen. Dass wir in Deutschland keine unabhängige Justiz haben, kommt in welchen Medien? Die EU-Menschenrechtskommission hat keine eigenen Medien …

Die Arbeit am Tabu

Die Arbeit am Tabu ist die entsprechende Vorgehensweise im Theater der Unterdrückten von Augusto Boal, die aus den Szenen (Wahrnehmen, Aussprechen in der Gruppe) eine Vorstellung vor Publikum (erste Öffentlichkeit) macht und mit Hilfe einer Joker-Figur nach Verständnis und Veränderungs-Möglichkeiten fragt. http://wiki.eineweltnetz.org/doku.php?id=bewusstseinsbildung

Der „verborgene Lehrplan“

bezieht sich nicht nur auf die Werte, die implizit durch Lehrplan-Entscheidungen vermittelt werden (beispielsweise die implizite Universalisierung weißer, männlicher Stimmen und das Schweigen und Löschen von Perspektiven von Frauen und Minderheiten in der Geschichte), sondern auch auf die Lektionen, die durch Formen vermittelt werden von Disziplin, Umgebung, Unterrichtsstruktur usw. 

Den verborgenen Lehrplan erkennen wir an den Reaktionen, die wir nicht direkt erwarten würden,

wie bei einem Kind, das sich duckt, weil wir die Hand erheben: Auch, wenn klar ist, dass wir es nicht schlagen würden, erkannte der Körper des Kindes die Gefahr,

Eine Theaterarbeit mit Sport-Lehrer*innen in der GEW anfangs der 1980er Jahre:

Militaristische Anteile in der schulischen Sport-Anleitung, und wie sie von den Einzelnen erlebt wurde, früher und heute:

Antreten, Trillerpfeife, der Größe nach: Funktionen, wofür, persönliche Eingruppierung … bis zur Frage von „Abwerfen“ im „Völkerball“, Handgranaten-Weitwurf …

paulo-freire-muenchen.blogspot.com/2020/10/kritische-padagogik-in-nordamerika.html

Wie Peter McLaren (1987, S. 191) es ausdrückt, „befasst sich der verborgene Lehrplan mit der stillschweigenden Art und Weise, wie Wissen und Verhalten konstruiert werden, außerhalb der üblichen Kursmaterialien und formal geplanten Unterrichtsstunden“; 

Er nennt es die „unbeabsichtigten Ergebnisse des Schulprozesses“, obwohl Apple (2004, S. 46) natürlich schnell hinzufügt: „Historisch gesehen war der verborgene Lehrplan überhaupt nicht verborgen, sondern die offene Funktion der Schulen während eines Großteils ihrer Karriere als Institutionen. “ 

Um den Fokus über den Inhalt des expliziten Lehrplans hinaus zu erweitern, ist das Konzept der kritischen Pädagogik des „versteckten Lehrplans“ eine Möglichkeit, die Kanon- oder Stoff-Auseinandersetzungen in einen größeren institutionellen Kontext zu stellen. 

Die Entwicklung der kritischen Pädagogik in den Geisteswissenschaften der amerikanischen Universitäten in den 1980er und 1990er Jahren erklärt auch, wie sie sich der französischen Theorie als Hauptinspirationsquelle zuwendet. 

François Cusset (2008) hat die Geschichte nachgezeichnet,

durch die eine Reihe französischer Autoren innerhalb der amerikanischen Literaturabteilungen unter der Überschrift „Französische Theorie“ de-kontextualisiert und neu gruppiert wurden. 

Das Zitieren der französischen Theorie war sowohl ein Symptom als auch ein wichtiger Bestandteil der „Kulturkriege“ und war in den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts ein Zeichen für eine Vielzahl radikaler und fortschrittlicher Positionen: Feminismus, Antikolonialismus, die Entwicklung und Förderung von Minderheitenidentitäten usw. 

In der stark politisch polarisierten Umgebung der amerikanischen Geisteswissenschaften war die französische Theorie ein natürlicher Verbündeter der kritischen Pädagogik im Kampf gegen ihre gegenseitigen Feinde, den Konservatismus und den Positivismus. 

Zwar waren sicherlich nicht alle De-konstrukteure, Foucauld-ianer und andere amerikanische „französische Theoretiker“ an kritischer Pädagogik interessiert, doch der Einfluss der französischen Theorie und Kulturwissenschaften zeigt sich in den meisten bedeutenden

Arbeiten der kritischen Pädagogik in Nordamerika

Flavia Mädche: Kann Lernen wirklich Freude machen

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Ein Rückblick auf Paulo Freires spätere Arbeit, von Peter Mayo, Universität Malta https://paulo-freire-muenchen.blogspot.com/2020/10/ein-ruckblick-auf-paulo-freires-spatere.html

Pädagogik revolutionieren: Bildung für soziale Gerechtigkeit innerhalb und außerhalb des globalen Neoliberalismus. https://paulo-freire-muenchen.blogspot.com/2020/10/padagogik-revolutionieren-bildung-fur.html

Alphabetisierung und ein Buch über Radikale Pädagogik in den USA https://paulo-freire-muenchen.blogspot.com/2020/10/alphabetisierung-und-ein-buch-uber.html

Freire und Habermas neu lesen: Morrow Torres: Rereading Freire and Habermas https://paulo-freire-muenchen.blogspot.com/2020/10/freire-und-habermas-neu-lesen.html

Kritische Pädagogik in Nordamerika https://paulo-freire-muenchen.blogspot.com/2020/10/kritische-padagogik-in-nordamerika.html