entwickelt von einer Gruppe Zivildienstleistender im Februar 87

Bühnenbild: 1/3 des Saales ist ist durch Stellwände mit Anarchie-Parolen im Stil des Bauzauns abgetrennt, in der Mitte und am Rand ja zwei Wände beweglich, dahinter zwei stabile Tische.

Vorspiel: Klavierspiel steigernd zum furioso, dann in Marschrhythmus übergehend:

1. Auftritt:
4-6 Polizisten, mit Schlagstöcken auf Schildern den Marschrhythmus betonend, gehen durch das mittlere Tor und nehmen hinter dem Bauzaun auf den Tischen Aufstellung.

2. Auftritt: Der Anführer der Demonstranten singt: „Ich bin der schwarze König!“, die Polizei antwortet als Echo: „Er ist der schwarze König!“ Er singt ein Solo über seinen Kampf am Bauzaun und gegen die Polizei ..

3. Auftritt: Linda, die Lehrerin aus Nürnberg, will sich mal informieren, singt ihre Bedenken zur Wiederaufbereitung; im Duett erfährt sie vom schwarzen König, dass er, Henning aus Freiburg, schon in Gorleben, Whyl, Franzheim und Kalkar gekämpft hat. Henning hakt sie zur Blockade des Tores ein.

Ausfall der Polizei, sie nimmt prügelnd die beiden fest.

Verhör
an beiden Bühneneseiten: (je ein Tisch, zwei Stühle, auf der einen Seite lässt sich Henning nicht beeindrucken, am anderen Tisch gesteht, durch süss-böse Abwechslung eingeschüchtert, Linda ihre Untat und verrät Hennings Daten.

Wochen später,
Auftritt Henning:
Im Arrest haben sie mich nicht kleingekriegt, aber sie haben irgendwoher alle meine Daten …

Auftritt Linda: Henning, kennst du mich noch? Willst du nicht mit mir einen Naturkostladen aufmachen?

Duett: Weitere Aktionen sind ihm wichtiger, er will sie wieder zur Torblockade einhaken,

Polizeiausfall:
Sie erdolcht sich um ihn nicht noch einmal zu verraten, er erhält einen tödlichen Schlag und wird unter den Trauerarien der Polizei „Er war der schwarze König“ hinausgetragen. Linda’s Selbstmord wird entdeckt, sie wird mit einer Arie zu ihrer Melodie hinausgetragen.

Jahre später: So was entsteht aus den flotten Sprüchen des Theaterpädagogen:
Jetzt will ich eine richtig grosse Szene von euch, so wie eine Oper, mit Liebe, Untreue und Tod …

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