Bei dem Wort Systematisierung denken hierzulande die Meisten an Rationalisierung: Alles routinemässiger zu organisieren, wie es deutsche Verwaltungsart ist.

Einordnung, Einteilung, Klassifikation, Klassifizierung haben zwar auch mit dem zu tun, was auf der Basis der Arbeit von Paulo Freire in der Reflexion unserer gemeinsamen Praxis entsteht, aber wir brauchen für eine bessere Verbreitung in unserem Sprachraum ein besseres Wort, das mich nicht an die Industrialisierung, auch der Tötungsmaschinerien, mit Hilfe von Hollerith und IBM erinnert.

Robert Jungk

Vom Wort „systemisch“ weiß ich, wie schwer es in Köpfen zu verankern und differenziert zu benutzen ist, wenn Menschen mit Supervision und Meta-Ebenen nicht vertraut sind.

ErfahrungsWerkstatt, mit einem Anklang zu Robert Jungks Zukunftswerkstatt, könnte ich mir vorstellen, Reaktionen und weitere Vorschläge gerne unten als Kommentar …

 

Tun, was wir wissen und wissen, was wir tun

Paulo Freire

Paulo Freire

Seminar der Wiener KollegInnen im Paulo-Freire-Zentrum 2013

ystematisierung von Erfahrungen ist eine partizipative Methode, die es erlaubt, gemeinsam über Erfahrungen zu reflektieren und voneinander zu lernen. Ganz im Sinne von Paulo Freire wird Lernen dabei als Prozess der Bewusstwerdung der eigenen Geschichte, der eigenen Erfahrungen, der eigenen Persönlichkeit verstanden.
Ziel der Systematisierung ist, durch Reflexion über die eigene Praxis neue Erkenntnisse zu gewinnen und aktiv an Verbesserungen zu arbeiten. Systematisierung von Erfahrungen ist in Lateinamerika in den 1970er und 1980er Jahren im Umfeld der „educación popular“ mit dem Ziel entstanden, die eigene Praxis aus dem eigenen Kontext heraus zu verstehen.
Es galt dabei, sich von den Strategien der Entwicklungspolitik, die durch die Geberländer implementiert wurden, abzugrenzen und zu verstehen, warum viele dieser Strategien nicht zum gewünschten Erfolg führten. http://www.pfz.at/article1421.htm
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