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Am Anfang ist es hier wüst und leer:
Wie in der Handlungslehre. Wüste begriffe, aber noch nix zum Greifen.

Dabei meinte Brecht, dass Begriffe die Griffe sind, die Welt zu
verändern. Lebenswelt ist das, worin ich mich grad befinde: Am PC jetzt, ich allein, du wahrscheinlich allein.

Dann wechsle ich die Lebenswelt, gehe vielleicht in meine Träume.
Oder zu Freunden, mich im Gespräch mit ihnen zu Themen des Lebens
auszutauschen, oder zu meinen Kindern, ihren Fragen zu folgen.

Dann bin ich wieder an der Fachhochschule, also zuerst in der
Öffentlichkeit: Im Verkehr, in vielen kurzen Begegnungen, in einem
plötzlichen erfreulichen Gespräch, in vielen Monologen, die auf mich
einrauschen, zwischen vielen Dialogen anderer, die mich nur zum Teil
berühren.

Daneben hab ich noch eine heimliche Lebenswelt, von der nur wenige ganz gute Freunde etwas erfahren. Das bleibt auch hier so …

Handlunglehre schaut auf Lebenswelten, Lebenserfahrungen,
Umgangsformen, …
und untersucht, welche Begegnungsform für welche Arbeitssituation
angemessen ist.

Sie untersucht auch, welche Muster zu eingefahrenen, sicheren und sichernden Reaktionen werden, wann und wie sich Menschen auf Neues, abenteuerliches und fremdes einlassen können.

So ein Studium in Modulen ist schon erst mal was befremdliches, aber mit ein paar guten KollegInnen lassen sich Pfade und vertrautes finden, und der Mut auf Neuland wächst …