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Bei Klaus Mann ist in den Tagebüchern zuerst nicht so viel homosexuelle Kränkung zu lesen, und sie klingt bisher nicht wörtlich durch, doch ist das nicht-klar-ausgedrückte Leben im Umkreis der Künstler, Schriftsteller, Theater-Leute und Grand-Hotels der 30er und 40er Jahre zwischen Beziehungen und nächtlichem Leben auch an die spiessige Umwelt angepasst: Nach aussen wird der Anschein gewahrt.

Innnerhalb der Familie ist es zwar schwierig, die Drogen-Abhängigkeit zu thematisieren, die erotische Neigung wird zumindest in den Freunden (und Freundinnen bei Erika Mann) akzeptiert: Therese Giehse ist so selbstverständlich Gast der Familie wie andere Lebenspartner.Die

Die Depression:

Regelmässig taucht im Tagebuch die Todtraurigkeit auf, meist ohne direkten Anlass, einmal auch fast direkt in Zusammenhang mit dem wechselnden Wetter: Regengüsse nach spannungsgeladenem Nachmittag.

Der Vater ist fremd, weit weg, heisst nur „Zauberer“, wird gelegentlich angepumpt. Der Freund – Thomas Quinn Curtiss – kann doch nicht „Thomas“ genannt werden!

Auszüge der Tagebücher und Briefe dieser Freundschaft erscheinen zum 100. Geburtstag am 18. Nov. 2006 im http://forum-muenchen.de