Nun wird es ein wenig komplizierter, als es in dem Fakten-reichen Vorgang von „Recht haben“ und „Gelogenes beweisen“ bisher lief: Noch hatten wir wenig beachtet, dass sich die Menschenrechts-Sicht im Lauf der letzten Jahre verändert hat, nicht nur in Richtung Sicherheit und Guantanamo, sondern auch in Richtung Menschenwürde und Verantwortung von Politik.

Nun kommt eine neue Ebene dazu: Der große Anteil der Mitarbeitenden der bezahlten Presse ist auch für Geld zu haben, und auch im Internet gibt es eine Menge bezahlbarer Agenturen, die zum Beispiel die Zufriedenheitskampagne der Bahn in etlichen Blogs geschrieben haben.

Nun soll Mollath auf nächster Ebene der Beweis erbracht werden: Das Schweigekartell kann nicht nur für verschwiegene Staatsanwälte und angewiesene Richter sorgen, es kann auch die JournalistInnen immer wiederholen lassen, was die Justizministerin zusammengestellt hat. Das werden wir die nächsten Wochen in den Organen der Freunde erleben: Nette Weihnachtsgefühle und Dreikönigsmorde, bis sich das Netz dann selbst verstrickt hat. Seehofer hat schon mal ausgeteilt.

Die zentrale Frage wird sein: Wem traust du, und warum? Ich verwende gern den Begriff der „bezahlten Presse“, weil ich den Hintergrund der Besitzstrukturen und der Arbeitsformen, auch bei den staatlichen Organen, im Blick behalten will. Auch die nicht bezahlten VolontärInnen erhoffen sich eine Karriere, und die Hanns-Seidl-Stiftung hat den JournalistInnen viele schöne Seminare angeboten. Die werden sich jetzt dankbar erweisen …

In Twitter ist ein System entstanden, das unter den Brokern von Nachrichten die wichtigsten Meinungsrichtungen, Stichworte und Themen in Followern organisieren lässt, das zwar einiges an Aufmerksamkeit braucht, aber sich jeweils sprachenweit organisieren lässt.

Schauspielhaus München

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