Macht der milden Mittel: Foucault, Gefängnis und Psychiatrie der Körper, aber Macht fliesst

Macht fliesst wie da Geld: Vom 1.FC Bayern zu Hoeness, von Adidas zu Hoeness, am 1. FC Bayern vorbei … und die CSU sorgt nur noch für den freundlichen Rahmen.

Vor ein paar Jahren war sie noch wichtiger: Gustl Mollath per Staatsanwaltschaft und gefälligem Gutachter und gerissener Richterin in die Psychiatrie zu verfrachten, die HypoVereinsbank und die gläubigerbetrügende neue HRE vor unangenehmen Veröffentlichungen zu bewahren, das Thema Steuerhinterziehung aus der Presse zu halten … damals eine bayrische Staatsaufgabe. Beckstein braucht Schweigen …

Die neuen Verhältnisse sind längst um Runden weiter: Wir wissen um internationale Geldtransfer-Systeme in Steueroasen, im Parlament lügende Ministerinnen und ihr gesamtes Amt in Schweigen hüllen wollende Steuerfahnder.

Macht ist nicht mehr in den alten juristischen Selbstbedienungs-Anstalten der Anwälte und Gerichte, „… unter den Talaren Muff von 1000 Jahren“! gerade wieder bewiesen im Landgericht Stuttgart, der Nazi-Hinrichtungen bis heute nicht gedenken zu wollen …

Vertrauen dahin, keine Instanz, die es wieder schaffen könnte. Im globalen Wirtschaften alles neoliberalisiert … und die Banken verkaufen deinen Kredit mitsamt dem Häuschen, und demnächst müssen wir noch unsere Versicherungen retten?

Macht der milden Mittel: Der Körper bleibt die Geisel in der politischen Auseinandersetzung, kommt,wie Foucault beschreibt, in Gefängnis und Psychiatrie, um zu strafen, zu untersuchen, ruhig gestellt und isoliert zu werden.

Ein Mord auf Raten oder auf Zeit: Was an Trauma und Schaden bleibt, an Rückfall und Nebenwirkung, wird in unserem mittelalterlich wirkenden „Strafbedürfnis“ sogar zwischen Staaten irrational hochgefeuert statt kritisiert.

Gefängnisse in Bayern sind in der Hand russischer Mafias, Drogen dort leichter erhältlich als am Stachus … steht sogar in der Zeitung, und die Politik diskutiert eine nationale PKW-Maut, als wären wir in alten Zeiten.

Die Psychiatrie bräuchte längst neue Modelle der gemeinde-nahen Unterbringung, nach den finanziellen Bremsen der ambulanten Versorgung und den Rückschritten der Verwahrungspolitik noch wenig denkbar:

Eine Sonne ist der Mensch, wenn er liebt … schrieb Hölderlin und erinnert damit an seine freundliche Unterbringung beim Schreinermeister Zimmer, der ihn achtete und sicher verwahrte.

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