Keine Fahnen, keine Sprecher, keine Reden: Wie soll daraus eine Aktion, eine Bewegung werden?

Das Leben auf Facebook wurde von sehr vielen bewussten Leuten bisher verweigert, aus Zeitgründen, wegen erlebter Banalität, wegen Überforderung durch die PC-Welt und die Mails, wegen Sicherheitsbedenken und amerikanischem Konzern.neue Montagsdemo

Für jeden ist es berechtigt, sich so zu entscheiden, und wenn dort nun vielleicht etwas Neues entsteht, wird es sich auch in der sonstigen Welt erweisen: Netzwerke existieren auf allen Ebenen, nur sind nicht alle so leicht zugänglich.

Bewusst keine Parteien: Das ist nach und vor den Wahlen eine Entscheidung, die Resonanzen bringt: Zwischen den Koalitionsverhandlungen und den meist sehr gefärbten Berichten aus der Ukraine, dem öffentlichen Verschweigen der NATO-Rolle in den Konflikten und der primitiven Herausforderung, sich für oder gegen Putin auszusprechen:

Das kann gut der schon lange durch organisierten Friedensbewegung überlassen werden:

Florian Schlund

Das Programm am 19. April 2014

10:00 Uhr Ökumenischer Gottesdienst St. Markus, Gabelsbergerstr. 6
11:00 Uhr Auftakt am Platz der Opfer des Nationalsozialismus
mit Julia Killet, Bündnis gegen Naziterror und Rassismus
Erwin Jedamus – Lieder
Bei trockenem Wetter außerdem: „LOMADEFAL“, Trommler aus Sengal
Moderation: Erhard Seiler
anschließend Demonstrationszug zum Sendlinger-Tor-Platz
gegen 13 Uhr Kundgebung auf dem Sendlinger-Tor-Platz
Es spricht: Leo Mayer, isw München.
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Mit dem Münchner Liedermacher Christoph Weiherer
Von Hedda Sachs (Truderinger Frauen für Frieden und Abrüstung)
kommt der Sketch „BRD – Bundesverband Rüstung und Dual Use“.
Moderation: Doro Weniger, GEW
11:30 Uhr – ca. 15 Uhr Infostände, Programm ab ca. 12 Uhr mit Musik und Ansage

Die Chaosforschung ist bei so komplexen Systemen wie Menschen in Staaten und Parteien ein schönes Feld, und wenn so Instrumente wie Internet. Mail uns Facebook dazukommen, mischen sich kulturelle Verhaltensweisen, Abhör- und Überwachungstechniken mit unseren Fähigkeiten, andere Kulturen, Sprachen und Menschen zu verstehen: Das hatten wir verschieden gut gelernt.

Da kommen Leute aus dem Dorf, deren Großeltern mit ein paar Hundert Menschen kommunizierten, andere reisten durch hunderte Länder und finden es normal, an Tausenden von Menschen vorbeizuziehen.

Vor hundert Jahren waren viele Leute quer durch Europa unterwegs, bis ein paar Regenten die Grundstücke und Besitzverhältnisse gewaltsam ändern wollten, die Bürger wurden sortiert, gezählt und gegeneinander aufgestellt.

Nun stellen wir uns nach Ideologien und Religionen selber auf, das Chaos wird aber nicht weniger, weil die jeweiligen geheimen Dienste für besondere Gelegenheiten andere Fahnen dabei haben und auch Theater spielen lernten.

Verkehrte Nachrichten und Behauptungen gab es in jedem Streit und Krieg, und wem das jeweilige Gas oder Öl, Gold oder Erz gehören soll, wer wen schützt und dann doch ausnimmt, geht nach offiziellen Spielregeln, die aber auch wieder vermogelt werden können.

Das Chaos der Montagsdemonstrationen versucht, unsere Kommunikation ohne Fahnen und  FestrednerInnen, von Mensch zu Mensch neu zu organisieren. Facebook und die Parteien werden uns dabei noch gehörig kirre machen, und Leute, die von Liebe und Mensch sein reden, sind schon komisch: Worin liegt dann der Kapitalertrag?

Da kommen neue Zeiten, die den kalten Krieg sehen, aber nicht mehr so ernst nehmen, die das Nationale als primitiven Reflex abtun und der bezahlten Presse und den GEZ-Anstalten ihre Manipulationen vorhalten. Chemische Elemente strukturieren sich selbst, aber Menschen? im opablog