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Tagung der AG Politische Psychologie
4.-6. Dezember 2009, “Musikhörsaal”, Leibniz Universität Hannover, Callinstrasse 30

Der Herrschafts- und Gewaltcharakter gesellschaftspolitisch brisanter Phänomene wie z. B. Antisemitismus, Rechtsextremismus und Jugendgewalt sind ohne eine Analyse auch ihrer unbewussten Dynamiken nicht zu verstehen.

Diese zu erforschen und damit »den subjektiven Bedingungen der objektiven Irrationalität« (Adorno) an der Schnittstelle zwischen kritischer Gesellschaftstheorie und psychoanalytischer Subjekttheorie nachzuspüren, gehört seit ihren Anfängen zu den zentralen Aufgaben der Analytischen Sozialpsychologie und der psychoanalytisch orientierten Politischen Psychologie.

In den letzten Jahren wird sie allerdings, wie andere kritische Wissenschaften auch, an den wenigen Orten, an denen sie noch institutionell verankert ist, immer mehr als »veraltet« und »nicht anschlussfähig« gebrandmarkt und an den Hochschulen wegrationalisiert.

Die aufgrund dieser Entwicklungen im letzten Jahr an der Leibniz Universität Hannover gegründete »Arbeitsgemeinschaft Politische Psychologie« (AG PolPsy) organisiert nun eine Tagung unter dem Titel »Politische Psychologie heute?«, auf welcher über die Aktualität der Politischen Psychologie diskutiert werden soll.

Ziel der Tagung ist es nicht nur, nach der Bedeutsamkeit der politisch-psychologischen Traditionen für die Gegenwart zu fragen und zusammenzutragen, was aktuell unter Politischer Psychologie verstanden wird. Thematisiert werden soll, ob und ggf. wie die Politische Psychologie durch das Aufgreifen neuerer theoretischer und methodischer Ansätze und das Erschließen neuer Anwendungsgebiete aktualisiert und vorangetrieben werden kann.

Weitere Informationen: www.agpolpsy.de/wp-content/uploads/2009/10/falter_tagung.pdf

Für die Mitteilung herzlichen Dank an Markus Brunner, Wien / Otto Gross-Gesesllschaft