Eine Reihe von offenen Gesprächen beginnen, die von den Grundinformationen

über Geschichten, Literatur, Personen und Folgen der Revolutionszeit 1917 und 1918,

bis zu heutigen Ideen der Demokratie, Verhältnissen und Wünschen führen

Was nach 99 Jahren Revolutionen zu tun bleibt …

Gesprächsabend ab Do 16.11. im Cafe „5 vor 12“ ab etwa 19h – Zieht euch warm an: Georgenschwaigstr. 26 – U2 Milbertshofen (Schopenhauerstr. -> rechts durch Dewetstr. -> Links bist du da!

Volxküche und Cafe „5 vor 12“

Erstes Revolutionsgespräch in spannender Runde:
Gut 15 Leute im Gespräch, auf die anregenden Gedanken der Geschichte vor gut 100 Jahren von der realen Kiregs-Situation und der pazifistischen Bewegungen zur bayrischen friedlichen Revolution, die erst mit dem rechts-katholischenen Mord an Kurt Kurt Eisner und dem späteren „Palmsonntagsputsch“ blutig wurde … im Gegensatz zu Berlin, wo schon früher von der SPD in die Arbeiter geschossen wurde.
 
Wie die Menschen sich organisieren konnten, damals vor allem in den Betrieben und Kasernen, in den Dörfern und Städten in Räten, da braucht es noch den bayrischen Überblick …
 
Nächsten Donnerstag geht es weiter in die gemeinsame Planung, einige Beiträge sind schon zugesagt:
Eine Giesinger Arbeiter-Biografie und ein Film zu zukünftigen und nachhaltigen Projekten,
 
Inzwischen geht die Revolution und Rätezeit in München in neue Projekte: Viele sind an Recherchen, einige auch an den Totenlisten aus den Archiven der Standesämter, und ein neue Revolutionswerkstatt in der Sendlinger-Kulturschmiede ist in Vorbereitung. Auch auf facebook wie dasanderebayern
 

 

Konzept für eine Werkstatt interaktiver Geschichtsarbeit

nach hundert Jahren erscheint uns der damalige Europäische Krieg (Franz Marc) grausig weit entfernt, der Sozialismus in Sachzwänge und Interessen zerlegt und die Demokratie zum parlamentarischen Bingo und Rechenspiel verkommen.
Der Freistaat wird als monarchisches Partei-Eigentum verwaltet, Republik(aner) waren was Reaktionäres …

Ich will noch mal neu anfangen,
so wie vor 30 Jahren, 1988 als ein paar Leute aus der Idee, „was zur Rätezeit zu machen“, im Umkreis der Alternativen Liste im Nu viele KünstlerInnen und Literaten einsammelten, eine ganze Reihe von Veranstaltungen zu Kurt Eisner, Gustav Landauer, Ernst Toller und Erich wie Zenzl Mühsam machten, das Denken der damaligen Zeit und die Grausamkeiten der Niederschlagung aus der Nazi-Propaganda befreiten, die mit Illustrierten Zeitungen von Hitlers Leibfotografen Heinrich Hofmann und der Sieger-Geschichtsschreibung zugedeckt waren.

Manche hatten Bilder und Plakate aus den Archiven und Polizei-Unterlagen, andere die Literatur, weitere suchten und befragten Zeitzeugen … und so fand sich manche neue Kombination von Informationen, auch der Ausgewanderten und Geflohenen, die uns die Zeit anschaulich machen können. Volksredner starteten eine riesige anschauliche Demo, Dieter Hildebrand trug aus dem Auflagen-Bescheid des KVR / der Polizei vor.

„Die Bevölkerung begrüßt freudig das Ende des Krieges und der Militärherrschaft. Selbst konservative Kräfte wie die katholischen Arbeitervereine stellten sich auf den Boden der gegebenen Tatsachen und arbeiteten an der Neuordnung mit. In den bayrischen Städten und Gemeinden wählen die Menschen in Volksversammlungen nach dem russischen Vorbild Arbeiter-, Bauern-, Soldatenräte oder auch Bürger- Hochschul- Lehrer- und Schülerräte, zunächst spontan, später nach den Vorgaben der neuen Regierung.

Insgesamt soll es etwa 7 000 Räte in Bayern gegeben haben(2), von denen die meisten Bauernräte waren.“

www.dietrich-grund.de/UnterhachingREVOLUTION.pdf

Arbeitskreise heute
Ausstellungen, Frauen-Rätinnen, Wegmarken, Bibliografien, Internet-Redaktion, Blick auf die Rechten,
Mitwirkungs-Feld im Aufbau: Einführung in Bloggen, kritischen Facebook-Umgang, andere Internet-Medien, Twittern, Radio-Beiträge, Recherche, www.raete-muenchen.de
…. unvollständig!

Fertige Materialien
Ausstellungen, Buchlisten und Kopien, Filme, Lesungen, Inszenierungen, Quellen und Archive,
kommen auch aus anderen Städten dazu: Zu Felix Fechenbach gibt es ein Berufskolleg in Detmold mit Ausstellung,
Ernst Toller ist in andern Ländern bekannter als in München,
 
Recherche-Kreise im Land
In ganz Bayern gab es etwa 7000 Räte, denn in allen Gemeinden und Bezirken wurde gewählt, nicht immer so mogelnd wie in Unterhaching, wo durch den kleinen Aushang nur der alte Gemeinderat Bescheid wusste und sich selbst zum Arbeiter, Bauern- und Soldatenrat der neuen Zeit wählte. Das neue Wahlrecht für Frauen wirkte noch nicht …

Revolutionswerkstatt Januar- April 2017 in der Sendlinger Kulturschmiede
Heute haben wir weitere Recherche-Möglichkeiten, die umfangreiche Quellen leicht zugänglich machen:

Fagestellungen und Forschungsvorhaben austauschen, Archiv-Begleitung, Ideen formulieren, anschauliche Berichte und Querverweise können von Studierenden und Schülern, Lehrkräften und Dozenten, Künstlern und Medien-Schaffenden

zum lustvollen Arbeiten mit Biografien und Situationen, bis zum Verständnis der Zusammenhänge von Krise und Faschismus, Religion und Autorität, Adel, Militarismus und Monarchie, Rüstungsgeschäften und Außen- wie Bündnispolitik, Banken- und Grundherrschaft … und Ständejustiz, wie sie z.B. Phlipp Loewenfeld für die Zeit nach der Niederschlagung beschreibt.

Im Hintergrund die lebensfrohe Industrie- und Spießerkritik des Wandervogel, der eine breite Freizeit- Natur- und Reise-Kultur gründete, gegen das elitäre Spießertum der saufenden und rauchenden Burschenschaften und ihrer alten Verbindungs-Herren,

die Anarchie der idealistischen Literaten von Red Marut / B. Traven und dem Ziegelbrenner, die Weltbühne und Kain, Naturisten und Ausdrucks- wie Nackt-TänzerInnen, Veganer, Kohlrabi-Apostel und Anthroposophen … die Pazifisten wie Kurt Eisner und Sara Sonja Lerch, Felix Fechenbach und Ernst Toller, ein bayrischer Matrose wie Rudi Egelhofer und die russischen Kriegsgefangenen …

mutiger Kampf der Frauen um ihre Rechte und gegen den Militarismus, patriarchale Bevormundung und rechtlose Ausbeutung des Gesinde …

die stolzen Ideen der Gleichheit und Menschenrechte, des gleichberechtigten Zusammenlebens und freier Beziehungsformen, wie wir sie heute wieder erklären und verteidigen müssen.

Alles ist möglich und Gemeinschaftliches wird gefördert
Gespräche mit dem Kulturreferat, Stiftungen etc

plenumR zur Koordination und Orientierung

etwa alle sechs Wochen, gern auf Einladung an wechselnden öffentlichen Orten (ca 15-40 Personen)
Berichte aus den Arbeitsgruppen, neue Verabredungen, Gäste aus anderen Projekten und Städten, …

Arbeits-Website für inoffizielles: www.raete-muenchen.de
Mailingliste zu abonnieren plenumR auf plenum_r-subscribe@lists.riseup.net>
http://arbeiterarchiv.wikispaces.com/home

Räterepublik, Anarchismus, Revolutionen, Palmsonntagsputsch, Räteregierung, Revolutionsgespräche


Wer „was Deftiges“ bestellt, bekommt das Beste des Hauses und zahlt, was sie/er übrig hat, und dazu kannst du auch deine FreundInnen einladen, denn darum geht es den Leuten der Volxküche: Dass sich jedeR leisten kann, mit anderen zu essen, Kaffee, zu trinken und die Zeit zu genießen.

Zum Essen kommst du am Besten etwas früher, bevor es voll wird …

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