Früher waren zumindest die Hochschulen in manchen Ländern vor Polizei-Übergriffen sicher, aber auch das scheint vergessen. Nun erwarten Lehrkräfte und Soziale Arbeit den Schutz der Schule vor Abschiebung. Kann sie das garantieren?

kultusministerium gegen Abschiebung in der Ausbildung

gegen Abschiebung in der Ausbildung

Die Abschiebung einer 14-jährigen in Duisburg geborenen nach Nepal wird uns sicher noch länger beschäftigen,

die Abholung eines Auszubildenden aus der Berufsschule in Nürnberg widersprach rechtlich den Abmachungen, an die sich bayrische Behörden anscheinend nicht gebunden fühlen, die Mitschüler haben dafür mehr Menschenrechts-Bewusstsein:

Dafür werden sie jetzt von den un-ion-christlichen  und un-ion-sozialen CSUlern als Linksradikale bezeichnet.

Gut, das wir linksradikale Schreinerlehrlinge haben!

Schule als geschützter Raum?

Illusion oder Kampfziel – Abschiebungs-Rechte sind zu wenig bekannt, Menschenrechte auch:

Die gesetzlichen Länder-Vereinbarungen und die juristischen Finessen der Abschiebe-Praxis sind längst dem gesellschaftlichen Diskurs entwichen, so er überhaupt noch besteht: Die Hetzer der neuen Medien erinnern von Broder bis zum „Co-Working-Space-Manager“ mit dem Jargon von „Lügenpresse“ an die Hirtenbriefe von Faulhaber in der Rätezeit, später aufgenommen im „Münchner Beobachter“ der Thule-Gesellschaft, zuerst eine „Sport-Zeitung“, und dann im Stürmer: Verkürzte Information, böser Blickwinkel, wie die „Nachricht“ in den rechten Geflechten, angeblich von der Polizei, der Abzuschiebende hätte gedroht, sich zu rächen.

Wäre daran eine Spur von Wirklichkeit, wäre er nicht frei gelassen worden, doch die Schreiner sind mit ganz anderen Aussagen zu ihm und den polizeilichen Übergriffen einschließlich dem Kriegs-verbotenen Pfeffer-Spray.


Keine Abschiebung von Menschen
in Ausbildung und Arbeit

Donnerstag 1. Juni 2017 | 18.00 Uhr Salvatorplatz (vor dem Kultusministerium)

Kundgebung-Kultusministerium

Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrerschaft und Bürgerinnen und Bürger solidarisieren sich mit allen die durch die rigorose Abschiebepolitik bedroht und erneut traumatisiert werden.

Heute Morgen wurde Assif, ein Schüler aus einer Nürnberger Berufsschule verhaftet. Etwa 200 Mitschülerinnen und Mitschüler versuchten, die Abschiebung des jungen Afghanen zu verhindern.

Erfolglos: Ihre Sitzblockade wurde von einem massiven Polizeiaufgebot mit Hunden und unter Schlagstockeinsatz aufgelöst. Festnahmen zur Abschiebung aus dem Unterricht sind kein Einzelfall, ähnliche Vorfälle sind uns auch aus anderen Berufsschulen zum Beispiel aus Kelheim bekannt.

Diese Vorfälle machen deutlich: Der politische Wille, Abschiebungen nach Afghanistan durchzusetzen, nimmt keinerlei Rücksicht, nicht auf die Betroffenen, nicht auf Mitschülerinnen und Mitschüler. Galten Schule und Ausbildungsplatz bislang als geschützte Orte, so gehört dies in Bayern nun offenbar der Vergangenheit an. Die Szenen von heute Morgen sind empörend und eines Rechtsstaates unwürdig! Unsere Forderung lautet daher:

Schützt unsere Schülerinnen und Schüler!
Keine Abschiebungen nach Afghanistan!

Der neuerliche Bombenanschlag in Kabul, bei dem auch Mitarbeiter der Deutschen Botschaft getötet und verletzt wurden, zeigt erneut, wie katastrophal die Sicherheitslage in Afghanistan ist. Es müssen sämtliche Abschiebungen in diese Region umgehend gestoppt werden!

Bellevue di Monaco, Bayerischer Flüchtlingsrat, Schlau-Schule, Münchner Flüchtlingsrat, München ist bunt, Stadtschülerinnen-Vertretung, Münchner Schülerbüro, Jugendliche ohne Grenzen, hpkj, Verein für Sozialarbeit und viele andere … auch auf facebook, zum Veranstaltung teilen: www.facebook.com/BellevuediMonaco

 


 

Innenminister Hermann und AfD-Nachbetender Seehofer haben sich schon wieder auf „Weitermachen“ fest gelegt, aber demnächst müssen ihnen vielleicht ihre Beamten und Polizei-Mitarbeitenden die rechnung präsentieren: Bei allem (Selbst-) Lob werden sie die Rechnung zwischen Ansehen, Lächerlichkeit, Martialik, Überstunden und Lebens-Sinn aufmachen müssen, bei lächerlicher Entlohnung für hohes Risiko und sinkendes Ansehen der Büttel.

Video-Player

In einer Demokratie sind Robo-Cops nicht gefragt, sondern denkende Menschen.

  • Demonstration gegen das bayerische Ausgrenzungsgesetz

am Samstag, den 10. Juni in München, 11 Uhr Marienplatz. Mehr Infos hier

Aktuelles vom Münchner Flüchtlingsrat

Inhalt

  1. Aktuelles aus dem Münchner Flüchtlingsrat
  2. Veranstaltungen
  3. Protestaktionen
  4. Kurse und Fortbildungen
  5. Stellenausschreibungen
  6. Sonstiges

Abschiebung aus dem Unterricht in den Krieg

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