Die früheren Jahrzehnte waren durch enges und geringes Bewusstsein zu Fruchtbarkeit, Sexualität, Verhütung, auch die Zeugung und die möglichen Störungen geprägt. Die Medizin hatte sich zwar im 3. Reich duch vielerlei rassisch geprägte Forschungen einiges Wissen zugelegt, das aber nicht brauchbar wurde, da die Forschungen nicht mehr qualifiziert ausgetauscht wurden. Das Sexualwissenschaftliche Institut von Magnus Hirschfeld in Berlin war zerstört, der aufklärerische Gedanke vertrieben: Nur wenige sind bisher bereit, öffentlich zu ihrer sexuellen Biografie zu stehen.

Sexualwissenschaft wurde eine neue Pionier-Pflanze in einigen Hochschulen, die Medizin übernahm die Kontrolle, als eigene Wissenschaft mit der Sexualpädagogik zusammen zu wirken war ein Schattenbereich.

Regenbogenfamilien machen deutlich, wie wenig Wissen tatsächlich da ist, wenn sich die BürgerInnenn in Mutmassungen ergehen: Zwei Mütter und Kinder erziehen, zwei Männer mit Kindern – das geht alles nicht? Dann ginge das ganze große Alleinerziehende auch nicht, an das wir uns gewöhnt haben, ohne über all die Einsamkeit der allein Bleibenden, die Patchwork-Beziehungen, die Teilzeit-Familien, die Wechsel-Kinder, die Papa / Mama-Besuche, die Kinder-Wohnungen als Modelle zu reden: Ja, die gibt es: Eltern, die sich auf den Wegmachen, Kinder, die zu Hause bleiben ..

LORA

Sexualpädagogik wird gleich wieder mit Pädophilie verquirlt, als wären wir ein verstörtes Volk von missbrauchten Kindern, was wir in mancher Hinsicht tatsächlich sind –  und das Schweigen in den alten Familien zu Grenzverletzungen und Mißbrauch bei gleichzeitigem Wegsehen lastet tatsächlich über Generationen.

MISCHPOKE: Ein fröhliches Stück voller religiöser Provokationen – und sie bringen sich doch nicht um …
Mischpoke … am 5.12. Premiere im Kleinen Theater Haar, am 10.12. um 21 h ein Radio-Gespräch dazu: www.gegensprechanlage.wikispaces.com

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