Die Thule Gesellschaft München residierte im Hotel VierJahresZeiten, war also den Räten und revolutionären ArbeiterInnen nicht so sehr bekannt, auch wenn es durchaus Durchsuchungen gab.

Arische Geheimgesellschaft mit Hakenkreuz

Die Mitglieder der geheimen Gesellschaft, die ab 1917 fast jeden Samstag feierliche Aufnahme-Rituale veranstaltete, hatte zwei Ebenen, wie so manche Burschenschaften, Freimaurer-Logen und ähnliche Geheimbünde:

  • Der Kreis der Eingeweihten, in diesem Fall nur Männer, die drei Generationen „judenrein“ waren, also im Stammbaum nachweislich arisch … (später, unter Hitler, kamen die Nürnberger Rasse-Gesetze in ähnlicher Art)
  • Der Kreis der einfachen Mitglieder, auch mitarbeitende Frauen und ein Frauenchor, der Anlässe gestalten durfte, Mitarbeitende und Bürokräfte, die auch bei den Räten die Spitzeldienste leisteten.

Sie führten bei den Räte-Versammlungen bereitwillig die Protokolle, sie klauten Ausweis-Formulare und Stempel, sie stellten sogar Leute mit roter Armbinde vor ihr Einfahrts-Tor in der Marstall-Straße, seitlich vom Hotel.

Das Waffenlager gut getarnt, Anzeigen in einer Sport-Zeitung, dem Münchner Beobachter, den die Arbeiter und Intellektuellen nicht lasen: Später völkischer Beobachter.

Der tiefe Staat

Wenn wir heute die Geheimdienste betrachten, und ihr betreutes Morden im NSU, haben wir es mit der Fortsetzung zu tun: In der Tradition der Sozialisten-Gesetze und -Verfolgung begann nach 1848 die europäische Zusammenarbeit der Polizeien und entwickelte sich weiter:

Gestapo, Organisation Gehlen und bayrischer Verfassungsschutz mit Mitarbeitenden aus den Reihen der Polizei

Damit haben die Geheimen die besten informellen Verbindungen überall vor Ort, auch mit „Ehemaligen“, Militaristen, dem ganzen Überwachungs-Apparat, der auch innerhalb der Armeen notwendig ist.

Der Aufruf zum Palmsonntags-Putsch 1919 ging noch schief:

Die meisten Räte-Mitglieder konnten gewarnt werden, Zenzl Mühsam telefonierte herum … und dann organisierten sich die Arbeiter-Wehren, bis zur Aufstellung der Roten Armee Bayern.

Verbindungen zum Polizei-Chef

In den eigenen Reihen waren alle Verbindungen zu haben, denn die Karrieren waren in der königlichen Zeit schon in Adel und reichen Familien vorgebaut, wurden in Burschenschaften von den „Alten Herren“ gefördert und geplant.

Verbindungen in der Justiz

Nach der Räte-Zeit: Die haarsträubendsten Urteile, Freispruch für alle heldischen Mitkämpfer, Todesurteile ohne Rechtsgrundlage (wäre Reichsgericht in Berlin zuständig gewesen) und Entschuldigung aller Feme-Morde als „Standrechtlich erschossen“.

Verbindungen im Militär

Die Organisation der Übernahme München durch Freikorps, die arbeitslosen Soldaten und arische Kämpfer

Verbindungen zum Geld

Die Ideologen

Ein Herr Lehmann, mit Geld aus einem Medizin-Verlag,

dazu ein geschickter Organisator mit Häuschen (der Frau) in Bad Aibling, wo sie eine Entführung von Kurt Eisner sogar mit der örtlichen Polizei geplant und angezettelt hatten, die aber durch den robusten Einsatz des Bauernbundes verhindert wurde …

wird noch ausgebaut – und Mitwirkende werden gerne eingebunden:

und viel mehr dazu – etwas versteckt – in www.raete-muenchen.de

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