Unruhiges Hinterland: Die KZ-Lager im Mühldorfer Hart: Vortrag So 26.01. 19h Kon­vent­str. 82, 84503 Alt­öt­ting

Die KZ-Lager im Mühldorfer Hart – Vor­trag von Dr. Er­hard Bosch
So, 26.01.2014, 19:00 Uhr Kon­vent­str. 82, 84503 Alt­öt­ting
KüfA (Küche für Alle) ab 18:00 Uhr Ein­tritt frei!

„Die be­rüch­tig­ten Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger (KZ) waren kenn­zeich­nend für die na­tio­nal­so­zia­lis­ti­sche Ge­walt­herr­schaft unter dem Dik­ta­tor Hit­ler wäh­rend der Jahre 1933-1945 in Deutsch­land und in den von ihm be­setz­ten und ab­hän­gi­gen Län­dern. An­ge­trie­ben durch die men­schen­feind­li­che Ideo­lo­gie des Na­tio­nal­so­zia­lis­mus wur­den in den KZ’s aus po­li­ti­schen, ras­si­schen und an­de­ren Grün­den ver­folg­te Men­schen ihrer Frei­heit be­raubt, oft miss­han­delt und in vie­len Fäl­len er­mor­det. Die KZ’s stan­den unter Lei­tung des „Reichs­füh­rers SS“ Himm­ler und sei­ner ge­fürch­te­ten SS-Wach­mann­schaf­ten. Das erste große KZ ent­stand 1933 in der Nähe von Dachau.

Der Land­kreis Mühl­dorf war be­reits seit 1939 für die Kriegs­in­dus­trie in­ter­es­sant. Bei Krai­b­urg und Aschau wurde ein gro­ßes Pul­ver­werk ge­baut, mit La­gern für Zwangs­ar­bei­ter, die man aus den be­setz­ten Län­dern hier­her ver­schlepp­te. Un­ab­hän­gig davon be­schloss die Reichs­re­gie­rung, ab Som­mer 1944 eine rie­si­ge, hal­bun­ter­ir­di­sche Flug­zeug­fa­brik im Wald bei Met­ten­heim zu er­rich­ten. Die Or­ga­ni­sa­ti­on Todt (OT), ein staat­li­ches Groß­un­ter­neh­men für kriegs­wich­ti­ge Bau­ten unter Rüs­tungs­mi­nis­ter Speer, führ­te das Pro­jekt durch.
Einladung Vortrag Altötting KZ Mühldorf
Zu die­sem Zweck wur­den ins­ge­samt über 8000 KZ-Häft­lin­ge in ei­ligst er­rich­te­te KZ-Ar­beits­la­ger um Mühl­dorf her­an­trans­por­tiert. Es waren fast aus­schließ­lich Juden. Sie stamm­ten aus ver­schie­de­nen Län­dern, über­wie­gend aus Un­garn. Dabei hat­ten sie schon einen lan­gen Lei­dens­weg durch die Ghet­tos und KZ-La­ger durch­ge­macht, in Ausch­witz, Lub­lin, War­schau und an­ders­wo. Als letz­te Über­le­ben­de ihrer Fa­mi­li­en den dor­ti­gen Mas­sen­mor­den ent­ron­nen, er­war­te­te jetzt viele die Ver­nich­tung durch Ar­beit im KZ-Au­ßen­la­ger­kom­plex Mühl­dorf des Kon­zen­tra­ti­ons­la­gers
Dachau.“ (aus der Bro­schü­re „Das KZ-Au­ßen­la­ger Mühl­dor­fer Hart“ des Ver­eins „Für das Er­in­nern“)

Der Re­fe­rent Dr. Er­hard Bosch ist zwei­ter Vor­sit­zen­der des Ver­eins „Für das Er­in­nern“.
„Die Er­in­ne­rung an die Opfer des NS-Re­gimes und ins­be­son­de­re an die meh­re­ren tau­send Toten des KZ-Au­ßen­la­gers im Mühl­dor­fer Hart steht im Mit­tel­punkt der Ver­eins­ar­beit.“ www.kz-ge­denk-mdf.de

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