Eine der wichtigsten Theologinnen der Neuzeit, Luise Schottroff, starb am 8. Februar in Kassel: Sie sprach von Sterbeglück

Mein Sterbeglück ist,
dass ich die Beziehungen zu mir nahen Menschen
noch einmal ganz neu und ganz wunderbar erlebe. 
Luise Schottroff

Sie hat einen Namen im Umkreis der Befreiungstheologie, denn Gerechtigkeit und Feminismus waren für sie Synonyme, wie früher für Dorethee Sölle, mit der die Professorin für Neues Testament früher zusammenarbeitete.

Eine Bibel in gerechter Sprache:

Nicht den Mord-Traditionen folgend, sondern menschlichen Verhältnissen:
Während einige Juden grade darauf aufmerksam machen, das in ihrer Tora steht: „Du sollst nicht morden“
anstatt der christlichen Übersetzungsfehler „Du sollst nicht töten“, denen Ratzinger auf den Leim gegangen sei,
geht sie den menschlichen Verhältnissen nach, für Gerechtigkeit zu sorgen, den diese zentralen Aussagen der biblischen Quellen werden so vernachlässigt wie die Rolle der Frauen in Bibel, Geschichte und Kirchen.

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http://www.bibel-in-gerechter-sprache.de/das-projekt/herausgabekreis

„Mein Sterbeglück ist, dass ich die Beziehungen zumir nahen Menschen noch einmal ganzneu und ganz wunderbar erlebe. Nie hätte ich es für möglich gehalten, dass in unserer durchgetakteten Welt so viel Zuwendung möglich ist.

Die Leute werden ja daran gehindert sich umeinander zu kümmern. Sie sind abgehetzt und übermüdet – und auf einmal bin ich umgeben von Freundinnen und Freunden, die sich die Türklinke in die Hand geben und genau begleiten, was mit mir passiert.“ Luise Schottroff

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