Zeit zum Aufstehn! August Kühns Arbeiterfamilien-Epos

es freut uns wirklich außerordentlich, bekanntgeben zu können: Das 1975 erschienene und viel gelesene Epos einer Arbeiterfamilie, August Kühns Zeit zum Aufstehn ist neu herausgegeben.

Die Münchner Schwanthalerhöh ist der räumliche Mittelpunkt dieser Chronik über vier Generationen. Kühn erzählt aber nicht nur die eigene Familiengeschichte, sondern lässt mehr als 100 Jahre Münchner Stadtgeschichte und deutscher Arbeiterbewegung aufleben. ver.di hat aktiv zur Wiederherausgabe durch eine eigene ver.di-Edition beigetragen.

Wir laden deswegen ein zur

Lesung am Sonntag, den 13. Dezember 2009 um 11 Uhr im Münchner DGB-Haus Schwanthalerstraße 64, Salettl

Bei der Matinee wird Riyan Münch-Kühn aus dem Buch ihres Mannes lesen.

Dr. Klaus Hahnzog, Münchner Bürgermeister a.D. wird seine persönliche Sicht auf das Buch darstellen. Die stellvertretende Geschäftsführerin von ver.di München, Claudia Weber wird die eigene ver.di-Edition des Buches vorstellen.

Der Rote Wecker, vielen aus Streiks und anderen Aktionen bekannt, wird u.a. mit dem Lied „Zeit zum Aufstehn“ beitragen.

August Kühn alias Helmut Münch, am 25. September 1936 in München geboren, durchlief zahlreiche gewöhnliche und ungewöhnliche Stationen eines Arbeiterlebens:

1939 Exil in der Schweiz wegen der jüdischen Abstammung seines Vaters, 1945 Rückkehr nach München, Realschulabschluss und Lehre zum Optikschleifer, nach einigen Jahren Berufstätigkeit Wechsel in eine Münchner Boulevardzeitung als Volontär, Auswanderung nach Israel, erneute Rückkehr nach München, teilweise Invalidität nach einem schweren Unfall, Lohnarbeit in einer Speiseeisfirma, Entlassung wegen seines Eintretens für die Betriebsratsgründung, Anstellung bei einer Versicherung und beim Statistischen Amt der Stadt München, schließlich Erwerbslosigkeit. Verheiratet, sechs Kinder …

Während der Erwerbslosigkeit beginnt er Bücher zu schreiben und veröffentlicht eine Vielzahl von Romanen über München und seine Geschichte. Er stirbt mit 59 Jahren am 9. Februar 1996 in Hinterwössen.

In seiner proletarischen Familiensaga ZEIT ZUM AUFSTEHN vereint sich die pralle Fülle August Kühns Lebens mit akribischer Recherche und dem unerschütterlichen Glauben an eine bessere Zukunft.

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