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Debattieren hat bestimmte Stile, die vorher vereinbart sind.
Wie es allerdings zu diesen Vereinbarungen kommt, ist nicht vereinbart.
Sie werden meist erst geändert, wenn Regelverstösse erfolgreich werden.

Aber zuerst zu dem, was JournalistInnen dazu denken:

Viele benutzen debattieren einfach als Abwechslungs-Wort für diskutieren,
wie es von den tausenden Prominenten-präsentierenden Podiumsdiskussionen bekannt ist.

Die Veranstaltenden suchen möglichst gegensätzliche Positionsvertretende, die ihre Meinungen verteidigen.
Moderierende versuchen, die Gegensätze zuzuspitzen. Parteien bleiben unvereinbar, das Publikum darf manchmal Fragen stellen … und schlägt sich auf eine Seite. Nix gemeinsames, ausser dem Saal.

Dann gäbe es da die politischen Debatten, wie das im Bundestag laufen sollte.
Aber die meisten halten dabei Volksreden, die sich nicht wirklich aufeinander beziehen.

Die britische Form scheint besseres Theater zu sein, mit raunen und murren der Abgeordneten.

Die Debattierclubs an den Hochschulen arbeiten nach komplexeren Regeln,
für unsere BUGA-Debatten benutzten wir folgendes Muster:

SprechendeR 1 Pro eröffnet SprechendeR 2 Contra eröffnet
SprechendeR 3 Pro vertieft SprechendeR 4 Contra vertieft

Publikumsbeteiligung bis 10 min ca 5 Personen

SprechendeR 5 Pro fasst zusammen SprechendeR 6 Contra fasst zusammen

ModeratorIn befragt das Publikum zu einem Meinungsbild (Hand heben)

Entsprechend bereiteten sich je 3 Personen in den den PRO und CONTRA-Gruppen vor,
jeweils für ihren Part gute Beispiele, Zitate etc zu bringen oder eben aufmerksam
die Beiträge der anderen und der eigenen Seite zu einer Zusammenfassung zu bündeln.

wird fortgesetzt!

ansonsten weiterschauen bei den links auf:
http://home.arcor.de/letsch/mitreden.htm

Offenes Parlament am Marienplatz

siehe auch
http://www.blog.de/index.php/foess-muenchen/2005/10/27/debattieren_in_munchen_ein_projekt_der_s~265640