Wir sind der bisexuelle stammtisch münchen,
http://www.bi-muc.de,
mit etwa 130 Mitgliedern im Netz,
und ca 300 Realen im Hintergrund, die nur gelegentlich vorbeischauen.

Gesprächsthemen der letzten Zeit:
Von der Geschichte der Bisexualität (bei Freud, Hirschfeld, auch schon bei Ulrichs?)
bis zu Kinsey: Was er im Report in den 50er Jahren zum amerikanischen Sexualverhalten erforscht hatte,

und unsere Frage, wie ein heutiger Fragebogen aussehen könnte, den wir unseren Nachbarn, KollegInnen, FreundInnen in die Hand drücken würden -> mit anonymer Rücklauf-Adresse.
entsprechend die Möglichkeiten bei http://www.sozioland.de

Die Daten wären eine Verifizierung der Erkenntnisse und Thesen von Kinsey (in den 40erJahren in den USA) für unsere heutige Situation. Ausgehend von unseren persönlichen Erfahrungen war die Problematik,
breitere anonyme und zuverlässige Aussagen zu bekommen.

Wir könnten Grundlagen des Fragebogens erarbeiten, (wozu wir dann sowieso die Urheberrechte hätten)
Sozioland könnte die Umfrage durchführen. Dabei würden wir Sozioland bekanntmachen (deren Benefit) und für unsere Arbeit breiter belegbare Grunddaten erhalten, die Ergebnisse „gehören“ dann natürlich Sozioland, das wir in der Weiterarbeit dazu zitieren würden.

Meines Wissens gibt es keine entsprechenden Erhebungen, in Frage käme wohl nur Prof. Dr. Haeberle in Berlin, und das Bisexuelle Netzwerk http://www.bine.net, in dem viele von uns Mitglied sind.

Im angelsächsischen Sprachbereich gibt es eine sehr viel intensivere Forschung und Auseinandersetzung zu dieser Thematik, im deutschsprachigen Bereich ist die Homosexualität als schwarz-weisses Denkmuster immer noch im Vordergrund.

Ich freu mich über Ihr Interesse, herzlichen gruss,

fritz Letsch
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Entwurf für eine sehr simple erste Umfrage für die Gruppe bi-muc:

Die Fragen zu Kinsey sollten natürlich auch an andere gehen – aber:
Würdest du Fragen zu deinen sexuellen Erfahrungen hier offen beantworten wollen?

Deine Stimme wird jetzt hier anonym gezählt!

o nein, auf keinen Fall
o eher nicht, was denkt ihr denn sonst von mir?
o nur, wenn es alle tun
o wenns nicht zu tief geht …
o klar, ist doch nix dabei

Das Buch „Die Sexualität des Menschen, Handbuch und Atlas“
von E.J. Haeberle ist im Netz zu finden:
http://www2.hu-berlin.de/sexology/ATLAS_DE/index.html

Kinsey bei wikipedia:
http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Kinsey-Report.html

Die *Kinsey-Reports* bezeichnen zwei kontroverse Bücher des
US-amerikanischen Zoologen und Sexualforschers Dr. Alfred Charles Kinsey
über das menschliche Sexualverhalten

Kinseys Forschungsergebnisse sorgten für großes Aufsehen in der
Öffentlichkeit. Zu seinen Schlussfolgerungen zählten unter anderem:

* Zwischen 90% und 95% der Bevölkerung sind zu einem gewissen Grad
bisexuell (siehe Kinsey-Skala)
* Masturbation ist unter Männern extrem weit verbreitet
* Frauen, die vor ihrer Ehe masturbierten, sind in ihrer Ehe nicht
weniger sexuell befriedigt; statistisch ist ihre sexuelle Zufriedenheit sogar höher

Kinsey bezog seine Ergebnisse vor allem aus Interviews, deren Daten in
anonymisierter Form ausgewertet wurden.

Kritiker bemängelten die nicht-representative Zusammenstellung der befragten Personen, von denen 25% (ehemalige) Gefangene, 5% männliche Prostituierte, und die Mehrheit Freiwillige waren.

Als Reaktion auf diese Kritik verbrachte Paul Gebhard, Kinseys Nachfolger als Director des Kinsey Institute for Sex Research mehrere Jahre damit, Kinseys Daten von diesen ergebnisverfälschenden Faktoren zu säubern und veröffentlichte 1979 Marginal Tabulations of the 1938-1963 Interviews Conducted by the Institute for Sex Research/, welches im Wesentlichen Kinseys frühere Schlussfolgerungen bestätigte.