Der Neujahrsempfang des FÖSS eV und des Selbsthilfezentrum München geriet am Schluss auch noch zur klassischen Aufführung:

Peter Schalmey ist auf dem zweiten Foto (sitzend neben der Dame in Rot)
zu sehen, und hat auf dem Neujahrsempfang im Rahmen einer Lesung der
Literaturgruppe IBIS gelesen, die sich schon seit jahren im SHZ trifft.

Übrigens: IBIS sucht neue Mitglieder! Bei Interesse mail an: peter“at“schalmey.de

peter schalmey las auch die Gedichte: (das erste steht noch auf der ersten Seite)

VERRÜCKT

Ich bin verrückt nach dir.
Dein zerbeultes Saxophon

spielt das Hohe Lied
in meinem Kopf

schon seit Tagen. Ich möchte
so ein bunter Stein
in deiner Wohnung
sein, an dem du
täglich vorbeigehst. Ich
wünsch mir, ich wäre
die Seife auf deinem Waschbecken

oder vielleicht
eine der vielen Pflanzen
auf deinem Fensterbrett. Am liebsten
ein Veilchen! Wann

sprichst du endlich mit mir
und sagst, was du
wirklich willst oder wenigstens
wer du bist? Dein dicker Po

soll die Sonne
an meinem Himmel sein

und der Mond –
bei Tag und bei Nacht.

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RIESIG

Alles wird anders nur
ich nicht. Ich bin zu mir
selber wahr immer und immer
wieder. Ich werde nicht anders,
ich wachse bloß, werde
für und für größer, strecke mich
hinauf in den ersten Stock, bis ich
zum Fenster unserer Wohnung
hereinsehen und dir die Hand
schütteln kann. Sag, ist das

nicht genug? Findest
du mich nicht riesig?
Gibst du mir jetzt
einen Kuß?

Was als Gruss und Lesung der Pegasus-Gruppe begann, sich nach russischen Liedbeiträgen zu gespielten Arztgeschichten erweiterte, wurde am Schluss zum Konzert mit rauschendem Beifall: Danke!

Der Saal wurde ja leider zu klein, aber im Foyer ist es zum Jahresbeginn etwas frisch …

mehr Bilder bei der Einladung und im bisherigen Blog