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In Notzeiten reduziert unsere Wahrnehmung alle Eindrücke auf Eines: Was ist zum Überleben wichtig. Das ist die Aufgabe der PANik: Überleben. Konzentration. Wenn danach keine Entspannung kommt, bleibt der Schock-Zustand hängen, vielleicht sogar ein Trauma: Die Angst vor der Erinnerung ist dann schon so groß, dass jede mögliche Wieder-Erinnerung die Schock-Zustände mobilisiert.

Erst Sicherheit und Erholung können uns zur Verarbeitung fähig machen. Eine entsprechende Begleitung kann die Zugänge zu den alten Horizonten wieder öffnen: Angst lokalisieren und auflösen, ihre Auslöser erst nehmen und eingrenzen, Strukturen der eigenen Sicherheiten wiederentdecken und für Krisenzeiten bereithalten.

Die Intensität des Lebens, die Breite der Gefühle und die Tiefe der Beziehungen sind wieder zu finden, wenn sie nicht unter zynischen Formen des Selbstschutzes als vergänglich abgetan werden, die Liebe zum Leben aus vermeintlicher Erfahrenheit abgelehnt wird.

Die ganze Freude am Genuss wiederfinden: An den kleinen Sonnenstahlen der Tage und den Orgasmen wilder Nächte, das ist es wert, sich auf den Weg zu machen, auch wenn die Ängste unüberwindlich scheinen.