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Solidarische Ökonomie im globalisierten Kapitalismus
Kongress vom 24. bis 26. November 2006 in Berlin

Die Idee
Bisher gibt es in Deutschland kaum Verbindungen zwischen politischen Protestbewegungen gegen neoliberale Globalisierung und Sozialabbau oder Erwerbsloseninitiativen einerseits und Projekten Solidarischer Ökonomie andererseits.

Nach kollektiven politischen Aktionen gehen viele AktivistInnen allein nach Hause. Armut, Prekarität oder Stress am Arbeitsplatz mit all ihren Folgen müssen sie individuell bewältigen. Diejenigen die im Sektor Solidarischer Ökonomie arbeiten, werden häufig vom materiellen Überlebenskampf aufgefressen und ziehen sich aus politischen Zusammenhängen zurück.

Wir laden Menschen aus den verschiedensten sozialen Bewegungen und Projekten ein, gemeinsam zu diskutieren, ob Solidarische Ökonomie eine wirksame politische Strategie gegen Armut und Ausgrenzung sein kann, und wie angesichts der neoliberalen Umstrukturierung der Gesellschaft eigene wirtschaftliche Strukturen aufgebaut werden können.

Erfahrungen aus anderen Ländern (z.B. Brasilien und Frankreich) zeigen, wie wichtig auch politische Rahmenbedingungen sind. Wir wollen Anforderungen Solidarischer Ökonomie an die Politik diskutieren. Dabei kann es nur um eine Politik gehen, die wirtschaftliche Selbsthilfe nicht als soziales Feigenblatt für den fortgesetzten neoliberalen Umbau der Gesellschaft benutzt, sondern Solidarische Ökonomie als Teil einer Strategie gegen neoliberale Zumutungen begreift.

Ein Kongress zum Austausch und zur Vernetzung von Projekten und neuen sozialen Bewegungen kann Ideen, Mut und Kraft geben, die Entwicklung visionärer Konzepte anzugehen und die Ideen in neue Kreise zu tragen.

Unsere Ziele:
* Die real existierende solidarische Ökonomie als Wirtschaftssektor sichtbar machen und deutsche wie internationale Projekte dieses Sektors beispielhaft vorstellen.
* Den Begriff „Solidarische Ökonomie“ in Deutschland besetzen, seine politische Bedeutung diskutieren und politische Erfordernisse seiner Ausweitung formulieren.
* Aktive aus sozialen Bewegungen und Projekten solidarischer Ökonomie zusammen bringen, Erfahrungen austauschen und Kontroversen untereinander austragen.
* Menschen motivieren und ermutigen, selbst in Projekten solidarischer Ökonomie aktiv zu werden, und dafür auch über den Kongress hinaus unterstützende Strukturen anregen.

Organisiert und politisch verantwortet wird der Kongress durch eine bunt gemischte Vorbereitungsgruppe, unterstützt durch eine Vielzahl von MitträgerInnen:

* AG SPAK/ Theoriearbeitskreis Alternative Ökonomie (TAK AÖ)
und Sozialpolitische Gesellschaft e.V. www.agspak.de
* Aktion Selbstbesteuerung www.aktion-selbstbesteuerung.de
* Bewegungsakademie e.V. www.bewegungsakademie.de
* BUKO www.buko.info
* CONTRASTE – Monatszeitung für Selbstorganisation www.contraste.org
* Europäisches Netzwerk für ökonomische Selbsthilfe und lokale Entwicklung (EuroNet)
www.technet-berlin.de/euronet.html
* Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika e.V. (FDCL) www.fdcl-berlin.de
* innova eG www.innova-eg.de
* Institut f. Gesellschaftswissensch. u. historisch-politische Bildung an der Fak.I der TU Berlin
www.tu-berlin.de/fak1/gsw/
* Loccumer Initiative kritischer WissenschaftlerInnen
* NETZ für Selbstverwaltung und Selbstorganisation e.V. (Bundesverband)
www.netz-bund.de und NETZ für Selbstverwaltung
und Kooperation Berlin-Brandenburg e.V. www.netz-bb.de
* Netzwerk Grundeinkommen www.grundeinkommen.de
* Technologie-Netzwerk Berlin e.V. (TechNet) www.technet-berlin.de
* Verdener Umweltwerkstatt e.V.
* und weitere MiträgerInnen sowie diverse UnterstützerInnen.