„Der Mann tut mir wirklich leid“ http://www.taz.de/!107432/ ist für mich eine große Enttäuschung.

Da wird mir wieder deutlich, dass der Hintergrund fehlt, und wie wenig in diesem Land recherchiert wird. Dr. Wilhelm Schlötterer, ein früherer bayr. Finanzbeamter und Jurist, schrieb ein Buch „Macht und Mißbrauch“, von Strauß bis Seehofer (Heyne, 9.90) über die Finanz- und Justiz-Skandale in Bayern, aber auch die hessischen Steuerfahnder und Mollath.

Die Strauß-Geschwister wollten es strafrechtlich belangen, ohne Erfolg: Ihre Millionen und die Schweiz-Connections sind real, Mollath hat selber in den früheren Jahren den Chauffeur für das Geld gespielt, bis er in der Friedensbewegung zum Irak begriff, dass das die selbe Linie ist: Diehl und Beckstein und HypoVereinsbank und AUB und … seine Frau.

Sie versprach, ihn wegsperren zu lassen, und hat gute CSU-Beziehungen, Atteste und Ermittlungen zu inszenieren. Die Verschwörungspraxis der Ämter hier ist besser als viele Krimis,

Wer Krimis lesen will: http://gabrielewolff.wordpress.com hat etliches in gut lesbare Form gebracht. Start bei http://gabrielewolff.wordpress.com/2012/12/01/der-fall-gustl-mollath-rosenkrieg-und-versagen-von-justiz-psychiatrie
Wer Fakten mag: www.gustl-for-help.de
und ich hätt ja für taz-niveau gehalten, vorher zu recherchieren, statt Meinungen und Vermutungen abzuwerfen, das Netz und twitter sind voll von Nachrichten dazu: So wurde der Artikel zum lebendigen Beispiel von Kaffeesatz, Psychiatrie und Justiz, der einer aufgeklärten Gesellschaft unwürdig ist wie diese Berufsgruppen.

Die weiterdenkenden Mitarbeitenden in den Bereichen haben längst angefangen, sich zu organisieren, aber die Strukturen waren bisher fest betoniert: Eine Neue Richtervereinigung, kritische Psychiatrie, Netzwerke und Selbsthilfegruppen der Betroffenen und Seelsorger sind kompetenter als Ferndia-gnostiker.
Landromantik

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