Am Ende hast du alle eingeteilt
in Gut und Böse, brauchbar und unbrauchbar.

Am Ende wirst du allein sein und alles vergessen wollen,
aber die Rechnung und Einteilung wird dich immer weiter beschäftigen.

Ruhelos fragst du dich, was du falsch gemacht hast,
oder warum alle Menschen so schlecht sind,
und kommst nicht mehr auf die Antwort,
dass dein System von einem bösen Gott kam.

Von einem Gott, dem sie in ihrer Angst unterstellten,
er würde nur aufrechnen und abrechnen, Sünden zählen,
statt wirklich zu vergeben und das Leben zu schätzen.

Einer, der wie ein Kaufmann am Ende der Welt Bilanz macht,
zu scheiden die Guten von den Bösen, und mit den einen zu feiern,
die andern aber in eine ewige Hölle zu hauen.

Grausig dieser Gott der alten Zeiten, vom Papst wiederbelebt,
weil er einen Teufel braucht in dieser Welt, den andern zu drohen.

Und du bist auf seinen Unsinn hereingefallen, weil du gern Altes glaubst,
statt dir eigene Gedanken zu machen. Und aufzuhören, zu unterscheiden,
zwischen Guten und Bösen, Brauchbaren und Unbrauchbaren.

Es scheint zu spät zu sein, dein System zu ändern.
Dein Sterben will ich nicht begleiten müssen,
aber du willst es sowieso einsam haben.

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